17.02.2022 | Lesezeit: 3 Minuten

Und jetzt wird’s innovativ – yes, you can! Drei Tipps wie Ihr Innovationsfähigkeit lernen könnt

Innovation ist ein Vorgang, welcher durch Anwendung neuer Verfahren, der Einführung neuer Techniken oder der Etablierung erfolgreicher Ideen einen Bereich, ein Produkt oder eine Dienstleistung erneuert und auf den neuesten Stand bringt. Doch was heißt das eigentlich in der Praxis?

„Herzlichen Glückwunsch- Sie sind eines der innovativsten TOP100 Unternehmen!“

Diese Nachricht macht uns immer noch stolz.

Aber was heißt eigentlich Innovation? Wenn wir Wikipedia befragen, wird das abgeleitet von Neuerung, Erneuerung. In der Umgangssprache spricht man von Ideen und Erfindungen.  

Und was hat der Zollbereich und die tägliche Arbeit mit Innovation zu tun? Wir erfinden doch nicht das Gesetz neu, zumindest nicht in der täglichen Arbeit. Wenn wir aber näher hinschauen, lassen sich doch viele Innovationen finden. Nicht alle werden morgen den Zoll revolutionieren, aber vielleicht die Arbeit erleichtern. Mit unserem Beitrag wollen wir euch ein paar Tipps zur Förderung und Umsetzung von Innovationen im Unternehmen und in der Zollabteilung geben.

Innovation, Diskussion und Revolution

Egal ob Ihr allein oder mit einer großen Abteilung im Bereich Zoll und Exportkontrolle arbeitet. Ihr könnt Innovation als System in euren Alltag integrieren. Ihr könnt Innovation sozusagen systematisieren.

Was habt Ihr davon, wenn man euch als innovativ bezeichnet? Aus unserer Sicht drei Faktoren: erstens Spaß an der Idee und deren Umsetzung, zweitens werdet ihr mit jedem Projekt euer eigenes Wissenskonto aufladen, und drittens könnt Ihr euer Netzwerk im und außerhalb des Unternehmens vergrößern.

Sich zu erneuern und dadurch innovativ zu sein, lebt also von Ideen, die dann auch in die Umsetzung kommen. Zwei Dinge für die im Unternehmen ein „Klima“ oder eine Kultur geschaffen werden sollte.

Ich persönlich muss sagen, ich kenne nicht viele theoretische Modelle, um innovative Ideen zu entwickeln. Wichtig finde ich, dass man sich fokussiert auf Ideen und diese dann in die Umsetzung und schnell an den Markt bringt. Ein Faktor, der für Nachhaltigkeit sorgt, ist, dass man sich jedes Jahr neue Projekte vornimmt aus der Ideenliste, oder neue Ideen generiert. Ideen generieren ist so einfach gesagt: Auch das ist ein Persönlichkeitsthema. Es gibt Menschen, die viele Ideen entwickeln können- andere können die Idee besser kritisch auf Qualität, Compliance und Umsetzbarkeit prüfen. Wir brauchen für die gute Umsetzung immer alle, die eine Idee zur Umsetzung bringen. Daher solltet Ihr in eurem Innovationsprozess auf die Beteiligung vieler unterschiedlicher Kollegen achten. Das kostet zwar manchmal Zeit und Diskussionen, aber Reibung erzeugt Energie und durch Energie entsteht Innovation.

Euer Innovationsprozess im Unternehmen

Der Innovationsprozess schafft einen klaren Rahmen, der die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle strukturiert und systematisch umsetzt. Er beginnt meist mit der Ideengenerierung. Sammelt und reicht eure Ideen ein und betrachtet dabei die Innovation als eine Investition. Bei jeder Idee muss man sich im Vorfeld die Frage stellen: Was erreichen wir damit? Idealerweise ist es also ein Aufwand, der sich dann über einen bestimmten Zeitraum amortisiert.

Im nächsten Schritt bewertet ihr eure Ideen, denn nicht alles kann immer umgesetzt werden. Wichtig ist, nicht alles zu verwerfen, was im Moment nicht weiterverfolgt wird. Eine Ideenliste sollte bleiben, damit man ggf. nochmal reflektieren und auch darauf zurückgreifen kann. Wichtig im nächsten Schritt, bei Verbesserungen und auch bei neuen Themen, sofort in die Umsetzung zu gehen. Jetzt geht es nach dem WAS über zu dem WIE. In dieser Phase der Entwicklung solltet ihr auch ruhig Fehler zulassen, denn nur so könnt ihr die enge Lernkurve zur Verbesserung nehmen.

Bei uns im Unternehmen selbst, haben wir Innovation als einen sehr großen Wert identifiziert. Einige Projekte, die wir bisher erfolgreich umsetzen konnten, sind z.B. unsere Online- Akademie zum Zollbeauftragten und zum Zollauditor, selbst entwickelte Stammdatensoftware, unsere neue Gesellschaft die „Zollpiloten“ und einige interne Prozesse. Man kann also sagen, dass unsere stetige Selbstoptimierung Teil unserer DNA ist. Veränderung und Verbesserung ist für uns absolut alltäglich und etwas völlig Normales.

Zeit für Ideen- wo fange ich an?

Was und wo können in der Zollabteilung Prozesse und Abläufe sein, die innoviert werden können? Als Tipp, wo du direkt mal starten und was du direkt unter die Lupe nehmen kannst, sind deine Stammdatenprojekte: Wie genau legt ihr eure Stammdaten an? Oder wie geht ihr mit dem Thema Weiterbildung um? Wie werden eure neuen Mitarbeiter eingearbeitet? Wie verhält es sich mit eurer Meeting Kultur?

Im Prinzip können alle Themen erneuert werden. Innovation ist nicht immer nur groß, auch viele kleine Schritte führen zu ganz neuen Abläufen und Unternehmenskulturen, auch im Zollbereich. Du kannst auch mal überlegen, wie viel Papier ist noch im Einsatz bei diesem oder jenem Prozess. Wie lange dauert ein Ablauf, und was sind wiederkehrende Tätigkeiten.

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